Niederdruck oder Hochdruck-Armatur?

Niederdruck-Armatur

Bei Armaturen muss beachtet werden, ob die Armatur direkt an der Wasserleitung (zentrale Warmwasserversorgung, Durchlauferhitzer) angeschlossen ist oder über einen Warmwasserspeicher bzw. Boiler betrieben wird. Ist letzteres der Fall, wird zwingend eine Niederdruckarmatur (Kürzel ND) mit 3 anstatt 2 Anschlüssen benötigt (hier haben Sie auch nur eine Wasserleitung an der Wand). Bei der Niederdruck-Armatur fließt zunächst das kalte Wasser in den Hahn, wo es vom Ventil abgesperrt wird. Erst durch Öffnen des Ventils fließt dieses weiter in den Tank des Boilers und verdrängt dabei das heiße Wasser, welches über den 3. Anschluss abfließt. Bei Warmwasserentnahme wird der Tank gleichzeitig wieder befüllt. Hierbei wird nur ein kleiner Teil des Wasserdrucks über den 2. Anschluss an den Warmwasser-Speicher abgegeben, daher Niederdruck. Ist das Ventil geschlossen, ist die Wasserzufuhr komplett unterbrochen und druckfrei.

Bei kochendem Wasser tropft die Niederdruckarmatur etwas, dies stellt keinen Defekt dar, sondern funktioniert als Überdruckventil.
Achtung: Sollten Sie versuchen, den Warmwasserspeicher mit einer normalen Armatur zu betreiben, besteht die Gefahr, dass der Wassertanks auf Grund des Druckes platzt.

Hochdruck-Armatur

Hochdruck-Armaturen sind der allgemeine Standard und werden überall dort eingesetzt, wo das Wasser entweder durch die zentrale Warmwasserversorgung oder durch einen Durchlauferhitzer eingespeist wird (dann haben Sie auch 2 Wasseranschlüsse an der Wand). Diese Armaturen haben 2 Anschlüsse (Warm-/Kaltwasser). Der normale Wasserdruck in deutschen Haushalten beträgt 3-6 bar, die Armaturen halten einem Druck bis max. 10 bar stand.

Wichtig: Bitte erkundigen sie sich im Vorfeld, ob der „Kasten“ unter der Spüle ein Durchlauferhitzer oder ein Warmwasserspeicher ist. Eine Verwechslung hat weitreichende Folgen (siehe nd-armatur)!!!!